Donnerstag 04.04.2002 16:45 - 20:00 Uhr
Technische Übung - Retten aus gefährlichen Höhen

Am 04.04.02 um 18:45 Uhr fand in der schon zum Teil abgerissenen alten Volksschule am Kardinal Piffelplatz eine Übung zum Thema „Retten aus gefährlichen Höhen“ statt. Übungsannahme war ein Baustellenunfall eines Arbeiters, welcher mittels Bergetrage und Kran vom Dachboden gerettet werden sollte.

Übungsziel: Die am Übungstag anwesenden Kameraden sollen eine verletzte Person mittels Kran und der Bergetrage UT2000 vom Dachboden eines baufälligen Gebäudes retten.

Vorbereitungen: Bei den Vorbereitungen wurde nur das Thema „Retten aus gefährlichen Höhen“ an die Kameraden weitergegeben. Allerdings wurde in der Woche zuvor eine Schulung durchgeführt. Es wurde um einen sicheren und sinnvollen Übungsablauf garantieren zu können, der Aufbau der Bergetrage und deren Verwendung in Verbindung mit unserem Kran erklärt und praktisch durchgeführt.

Einige Stunden vor der Übung wurde die Übungspuppe unfallgerecht am Dachboden positioniert. Um dem Einsatzleiter einige Informationen über die vorgefundene Lage geben zu können, wurde ein „Brief“ mit allen wichtigen Punkten hinterlegt. Für die Übungsbeobachtung stellten sich zwei Kameraden dem Übungsleiter zur Verfügung. Bei der Vorbesprechung wurde ein Einsatzleiter bestimmt.

Übungsablauf: Die Feuerwehr wurde per Funk zum Einsatzort alarmiert und die Einsatzkräfte rückten mit den Fahrzeugen KDO 2, SRF, und TANK 3 aus. Bei der Erkundung des Einsatzleiter stellte dieser fest, dass sich am Dachboden ein verletzter Arbeiter befindet, welcher aber aufgrund der Baufälligkeit des Stiegenhauses nur über das Dach gerettet werden kann. Zur weiteren Erkundung der Lage am Dachboden wurde eine Schiebeleiter in Stellung gebracht. Am Dach bot sich den Einsatzkräften folgendes Bild: Ein Arbeiter ist von einer Leiter gestürzt und von herabfallenden Teilen der Dachkonstruktion verletzt worden. Nach einer Rückmeldung über Funk an den Einsatzleiter wurde die Bergetrage aufgezogen und der Kran zur weiteren Rettung in Stellung gebracht. In weiterer Folge wurde der verletzte Arbeiter mittels Kran vom Dach gehoben und am Boden dem Rettungsdienst übergeben.

Nachbesprechung: Bei der Nachbesprechung wurden die Kameraden befragt, um ihre Tätigkeiten den anderen zu erklären. Dabei wiesen die Kameraden selbständig auf ihre Fehler hin, welche dann auch geklärt wurden. Positiv wurde die Tatsache aufgenommen, dass vor der Übung nichts über den Übungsablauf bekannt war, und auch der Einsatzleiter kurzfristig bestimmt wurde, da es im Ernstfall nicht anders ist. Außerdem stelle so eine Übung das Wissen jedes Einzelnen auf die Probe und man steht einer gewissen Herausforderung gegenüber, den Übungseinsatz wie unter realen Bedingungen ablaufen zu lassen.

Resümee: Die Übung wurde von allen Teilnehmern als positiv und sehr lehrreich aufgenommen. Die Übung zeigte auch auf, dass die Kraftfahrer nicht nur das Fahrzeug auf der Straße lenken können müssen, sonder auch all die Technischen Einrichtung bedienen können müssen. Als sehr sinnvoll erwies sich auch, dass in der Vorwoche die Rettungsmöglichkeiten durchgesprochen wurden, um Personen aus Höhen retten zu können. Insgesamt nahmen 19 Kameraden an der Übung teil. Der positive Verlauf der Übung weist auf die gute technische Ausbildung der anwesenden Mitglieder hin.

Übungsleiter: OBR Michael Bruckmüller
   
Beobachter: EV Thomas Gardon
  HBM Martin Dürrmoser